Die Michaelskirche steht zentral am Neuen Markt und bildet dort den markanten Abschluss der Bahnhofstraße. Wie die meisten Kirchen ist sie nach Osten ausgerichtet - hin zur aufgehenden Sonne, Symbol für das aufgehende Licht der Welt in Jesus Christus.

Als schlichte Hallenkirche wurde sie von 1835 bis 1841 aus heimischem Sandstein erbaut – als Ersatz für ein kleineres Gotteshaus aus dem Jahr 1426. Aus der reformierten Tradition heraus besaß die Michaelskirche bei ihrer Erbauung keinerlei Schmuck. So wurde auch um die Aufstellung des Altarkreuzes noch in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts in der Gemeinde gestritten.
Heute prägen ausgewählte Schmuckelemente das Innere der Kirche. Der Altar als Mittelpunkt des Chorraums wurde 1953 aus heimischem Sandstein geschaffen. Das große Fenster aus Buntglas, das über dem Altar thront, wurde 1956 von dem Heidelberger Künstler Will Sohl gestaltet. Die Eberbacher Künstlerin Ulrike Nelles schuf 1997 neue Liedtafeln und eine Glas-Bibel. Die Weißenborn-Orgel wurde 1967 erbaut und 2013 durch Orgelbau Lenter komplett renoviert (hier weiterlesen...).
Sie sind herzlich eingeladen, mit uns einen Gottesdienst in der Michaelskirche zu feiern oder sich einfach mal selbst in der Michaelskirche umzusehen - und den Kirchenraum vielleicht auch als Kraftquelle wieder oder ganz neu für sich zu entdecken. Im Rahmen der "Offenen Michaelskirche" ist die Michaelskirche jedes Jahr vom 1. Mai bis zum 3. Sonntag im Oktober täglich für interessierte Besucher geöffnet (Dienstag bis Freitag von 10.00 bis 12.00 Uhr und von 14.00 bis 16.00 Uhr, sowie Samstag, Sonntag und Montag von 14.00 bis 16.00 Uhr). In diesen Zeiten finden Sie für Ihre Fragen in den ehrenamtlichen Mitarbeitern auch immer einen kompetenten Ansprechpartner vor Ort. Sie möchten die Michaelskirche gerne mal mit Ihrer Gruppe besichtigen? Bitte kontaktieren Sie das Gemeindebüro.
NEU: Auch vom heimischen Sofa aus lässt sich unsere Evang. Michaelskirche mit einem 360°-Rundgang erkunden - schauen Sie mal rein...
NEU: Auch vom heimischen Sofa aus lässt sich unsere Evang. Michaelskirche mit einem 360°-Rundgang erkunden - schauen Sie mal rein...
Übrigens: Unsere Michaelskirche wurde bereits 2008 vom NABU als Fledermausquartier ausgezeichnet. Mehrere Arten fühlen sich hier bestens aufgehoben, wie die Quartierkontrolle im Sommer 2020 zeigte - hier mehr erfahren...
Es rufen die Glocken...
Das Glockenläuten der Michaelskirche können Sie hier anhören:Für Faktensammler: Kleine Chronik zur Michaelskirche
| 1305 | Wird beim Bistum Würzburg erstmals eine Kapelle am Standort der jetzigen Michaelskirche erwähnt |
| 1426 | Erste Michaelskirche: Michaeliskapelle |
| 1453 | Im Synodalregister erscheint eine Pfarrkirche mit Frühmessnerei |
| 1634 | Kaiserliche Truppen plündern und verwüsten die Kirche |
| 1688 | Französische Truppen brechen die Türen auf, nehmen alles Tragbare mit und entfernen sogar das Fensterblei |
| 1802 | ist das Kirchengebäude in einem sehr bedenklichen Zustand |
| 1821 | Entschluss zur Neuplanung |
| 1824 | Hochwasser macht die Kirche völlig unbrauchbar |
| 1841 | Einweihung der heutigen Michaelskirche |
| 1951 | Die heutigen Glocken kommen auf den Turm |
| 1953 | Innenrenovierung, neuer Altar und Taufstein |
| 1967 | Weißenborn-Orgel |
| 1973 | Heizung - Plattenboden Taufaltar - Kreuz im Altarraum - Altarleuchter |
| 1988-1990 | Außenrenovierung |
| 1997 | Innenrenovierung |
| 2010 | Plattformlift und barrierefreie Umgestaltung des Eingangsbereiches |
| 2013 | umfassende Renovierung der Orgel durch den Orgelbauer Lenter |
| 2016 | Jubiläumsfest "175 Jahre Michaelskirche" |
| 2020 | Die neue Verstärkeranlage wird installiert |
| 2022 | Sanierung des Kirchturms |